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Was ist eine Mala?

Eine Mala ist eine Meditationskette, die Dich auf Deinem spirituellen Weg begleitet und unterstützt.

Menschen haben sich schon immer über das Aufzählen von Gegenständen Wissen und wichtige Leitgedanken eingeprägt. Besonders in den vielen Weltreligionen sind Perlenketten zur Meditation und zum Gebet kulturell erhalten geblieben. Der christliche Rosenkranz ist ein Beispiel dafür und auch die indische Mala-Kette wird heute noch auf der ganzen Welt verwendet.

Ursprünglich wird die Mala-Kette im Buddhismus für meditative Gebete genutzt. Die einzelnen Perlen dienen zum Zählen oder Rezitieren bestimmter Abfolgen von Mantras. Dabei steht jede Perle für eine Wiederholung und wird mit dem Daumen über den Zeigefinger geschoben. Malas werden aber auch zur individuellen Meditation verwendet, wobei den Perlen bestimmte Affirmantionen oder persönliche Mantras zugeordnet werden. Während der Meditation hängt das Mala nicht um den Hals, sondern wird in den Händen gehalten.

Viele Menschen nutzen ihr Mala aber auch zu besonderen Ruhestunden, zu Achtsamkeitsübungen oder zum Meditieren. Sie schaffen sich durch das Tragen oder in den Händen halten ihres Malas einen spirituellen Anker um leichteren Zugang zu ihrem Inneren zu finden.

Die traditionelle Mala-Kette (nach deren Vorgabe auch ich Malas herstelle) besteht aus 108 einzeln eingeknüpften Perlen und einer zusätzlichen großen Buddha-Perle. Im Buddhismus stehen die Perlen für die 108 Bände der gesammelten Lehren Buddhas. Jeweils die 7. und die 21. Perle auf jeder Seite sind besonders große Perlen. Diese besonderen Perlen stehen im Buddhismus für heilige Zahlen und helfen dabei, sich mit geschlossenen Augen zu orientieren, an welcher Stelle des Malas man sich befindet. Oft werden den großen Perlen auch besondere Mantras zugeordnet.

Man beginnt an der ersten Perle neben der Buddha-Perle und folgt der Kette dann, bis man wieder an der Buddha-Perle angekommen ist, die selbst nicht mitgezählt wird. Es wird niemals über die Buddhaperle hinweg gezählt, sondern das Mala wird umgedreht und man zählt ab hier andersherum. In der großen Guru- oder Buddhaperle laufen die Enden des Perlenbands zusammen. Die echte Mala ist also in ihrer Länge nahtlos und hat keinen Verschluss.

Traditionelle Malas bestehen aus Perlen von ca. 8 mm Durchmesser. Daraus ergibt sich auch, dass eine Malakette recht lang ist. Eine Mala ist kein Schmuckstück das man aus Attraktivitätsgründen trägt. Die Malakette an sich und auch das Tragen der Kette sind eine ganz persönliche Sache und nicht dazu da, auf andere Menschen schöner zu wirken oder Eindruck zu machen. Die eigene Mala ist ein privater, spiritueller Schmuck, der mit besonderer Achtsamkeit verbunden ist und zu dem man eine besondere Beziehung hat.

Eine Mala sollte einen eigenen festen Ort haben, an dem sie liegt und ruht, wenn sie nicht benutzt wird. Malas werden nicht irgendwo hingehängt, sie sollten generell nicht hängend aufbewahrt werden. Das hat nichts mit dem Material zu tun, sondern mit der Achtsamkeit, die der Kette zusteht. Eine Mala kann liegend, am besten locker aufgeringelt und mit gerade liegender Quaste aufbewahrt werden. Sie sollte auf einem weichen, allenfalls hölzernen Untergrund liegen, so dass die Perlen nicht klackern und „sich wohl fühlen“. Wenn Du Deine Mala zur Meditation verwendest, sollten Deine Hände vollkommen sauber und nicht frisch eingecremt sein. Die Perlen könnten sonst an Glanz verlieren. Es ist sinnvoll, die gesamte Mala nach der Verwendung mit einem weichen Tuch sanft abzureiben.