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Infektionsschutz gegen Coronaviren

Häufiges Händewaschen ohne Reue

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus häufigeres Händewaschen.

Wenn wir im Supermarkt waren, Einkaufswagen, Waren und Geldscheine angefasst haben, wenn wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren sind oder einfach nur vom Postboten ein Paket entgegengenommen haben – danach sollten wir uns jedes Mal gründlich die Hände waschen. Es werden 30 Sekunden sorgfältiges Einschäumen auch der Zwischenräume zwischen den Fingern und bis hinauf zum Handgelenk empfohlen.

Schadet häufiges Händewaschen der Haut?

Trotz häufigem Händewaschen können Deine Hände gesund und schön bleiben, wenn Du folgende einfache Tipps befolgst:

Verwende echte Seife!

Eine richtige Seife mit einem pH-Wert von 9 ist das hygienischste Handreinigungsmittel, das wir im Alltag benutzen können. Gerade der hohe pH-Wert zerstört schon beim Händewaschen alle möglichen Erreger wie Bakterien und Pilzsporen. Viren sind nicht so empfindlich, weil sie erst im Inneren von lebenden Zellen aktiv werden, aber sie werden beim Händewaschen sehr gut mit dem Schaum und dem Wasser abgewaschen. Wichtig ist dabei auch, dass wir uns durch das viele Händewaschen und dem dabei unvermeidlichen Aufweichen der Haut nicht noch andere Erreger einfangen, die unsere Haut infizieren und krank machen.

Denn all die Waschlotionen und pH-neutralen „Seifen“ sind gar nicht so hautschonend, wie behauptet. Sie schäumen und duften zwar hübsch, aber sie entfernen einfach nur sichtbaren Schmutz. Der neutrale pH-Wert wirkt überhaupt nicht antimikrobiell, das heißt, dass Bakterien, Viren und Pilzsporen einfach nur auf der aufgeweichten und damit angreifbareren Haut verteilt werden. Seife ist ja genau deshalb so hygienisch, weil sie einen hohen pH-Wert hat!

Säureschutzmantel und pH-Wert

Tatsächlich wird der Säureschutzmantel unserer Haut durch 30 Sekunden Kontakt mit einem hohen pH-Wert allenfalls trainiert. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die sich die Hände mit echter Seife waschen, einen stabileren Säureschutzmantel besitzen, der sich bei Kontakt mit sehr sauren oder sehr alkalischen Substanzen schneller wieder erholt, als bei Verwendern von pH-neutralen Waschsubstanzen. Seife ist nicht schlecht für die Haut. Die Sache mit der pH-Neutralität ist einfach eine riesige Werbestrategie für ein Produkt, nämlich „neutrale“ Waschsubstanzen.

Das Austrocknen der Haut durch Waschen

Haut benötigt, um geschmeidig zu bleiben, Fett und Wasser. Beim Waschen mit Seife oder Waschlotionen (egal welchen pH-Werts) wird ein Teil des Hautfetts gelöst. Ist doch klar: Tenside sollen ja alle möglichen Substanzen, die sich auf der Haut befinden, lösen und abwaschen.

Deshalb ist eine gute Seife zu ca. 8-12% überfettet. Das heißt, dass pures, unverseiftes Fett in der Seife enthalten ist, das zum Teil auf der Haut zurückbleibt, aber auch dafür sorgt, dass nicht noch zusätzlich Fett aus der Haut herausgelöst wird. Hier wird schon deutlich, dass dieses Fett in der Seife ein hautfreundliches und pflegendes Öl sein sollte. Die meisten konventionellen Seifen bestehen zum größten Teil aus Mineralölen und billigen Fetten wie Rindertalg oder Palmöl. Alle diese Fette sind sehr ungesund für die Haut.

Gute Öle für die Haut der Hände

Am besten, man benutzt eine gut überfettete Naturseife, die nur aus pflegenden Pflanzenölen hergestellt ist. Wenn nach dem Händewaschen die Haut so richtig mit Wasser vollgesogen ist, dann sollte man noch eben ein paar Tropfen gutes pflanzliches Öl auf den Händen verteilen. Das erspart eine Creme, mit all ihren Zusatzstoffen. Denn in Creme ist Wasser und Fett chemisch emulgiert, damit sie auf trockene Haut aufgetragen werden kann. Wenn wir einfach auf feuchte Haut reines Öl einmassieren, brauchen wir keine Creme. Die Hände bleiben weich und geschmeidig und auch gesund. Denn gute pflanzliche Öle, zum Beispiel unraffiniertes Bio-Kokosöl, wirken auch wieder antimikrobiell.

Sollten wir Desinfektionsmittel gegen Coronaviren verwenden?

Nein, das ist nur für Menschen nötig, die z.B. in der Pflege oder in medizinischen Berufen arbeiten. Desinfektionsmittel schaden unserer Haut (und auch dem Grundwasser und der Natur) ganz erheblich. Am Ende würden wir die Hautbarriere damit so kaputt machen, dass Krankheitserreger direkt über winzige Risse oder Entzündungen Eintritt in den Körper finden. Es geht ja beim alltäglichen Händewaschen darum, eventuell an den Händen befindliche Viren abzuwaschen, bevor sie durch Berührung von Körperöffnungen oder Schleimhäuten in Körperzellen eindringen können. Dazu reicht Seife vollkommen aus.

Womit wir die Haut verschonen sollten

Gerade, wenn wir uns zur Vorsorge gegen eine Ansteckung mit Coronaviren auf einmal viel häufiger die Hände waschen, sollten wir sorgsam darauf achten, unsere Haut dabei nicht jedes Mal mit einer ganzen Liste von zusätzlichen Substanzen wie Weichmachern, Spreitmitteln, Parfümölen, Farbstoffen, Schaumverstärkern und -zig anderen Chemikalien zu beschicken. Die schaden der Haut nämlich wirklich nachhaltig.

Zu empfehlen ist eine ungefärbte und unparfümierte Naturseife ganz ohne Zusatzstoffe - sehr gerne natürlich meine Bio-Seifen - und dazu ein schönes Kokosöl, Mandelöl oder ein anderes hautpflegendes Öl. Mit dieser Pflege werden Deine Hände das häufige Händewaschen sehr gut wegstecken und vielleicht sogar ihr Hautbild noch verbessern, wenn Du ihnen so viel Aufmerksamkeit schenkst.

Bleib gesund!